Technik

Was ist RFID?

RFID steht für Radio Frequency Identification. Anders gesagt wird mit Hilfe von Radiowellen ein Mensch oder ein Objekt identifiziert. Eine automatische Identifikation von Personen oder Objekten ist nichts Neues. Es gibt Strichcode-Erkennung, Magnetstreifen auf Plastikkarten und biometrische Verfahren welche Daten automatisch einlesen und identifizieren können. Speziell an RFID ist, dass auf Distanz und ohne Sichtkontakt identifiziert werden kann das macht es möglich zum Beispiel eine Tür zu öffnen ohne den Schlüssel einzusetzen. Die sinkenden Preise für Transponderschips und technische Entwicklungen machen die Technik immer zahlbarer und somit breiter einsetzbar. Die fortschreitende ISO-Normierung der Chiptechnologie hat die Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen wesentlich verbessert und damit deren Attraktivität erhöht.

Es gibt 3 unterschiedliche Identifikationsverfahren

– Passiv

Bei diesem Verfahren wird der Transponder, welche in einer Karte oder Tag verpackt ist, in die Nähe des Senders (Reader) gehalten. Die Sende-Energie versetzt die Antenne vom Transponder in Schwingung wodurch ein kleiner Strom anfängt zu fliessen. Dieser Strom genügt damit der Chip seine ID-Nummer ausstrahlt welche wiederum vom Lesegerät registriert wird. Auch können bei diesem Verfahren weitere Daten ausgetauscht und auf dem Transponder gespeichert werden.

– Semi-Passiv

Die semi-passiven oder auch semi-aktiven Transponder besitzen eine Batterie welche den Chip mit Strom versorgt. Da die Batterie nicht für Sendeleistung gebraucht wird, ist die Lebensdauer dieser Tags recht beachtlich (7-10 Jahre). Reichweiten für ausschliesslich semi-passive Transponder bewegen sich typischerweise im Bereich bis zu 15 Meter. Die rasante Lesegeschwindigkeit bei hoher Passsagegeschwindigkeit macht dieses Verfahren geeignet für Waggons in Bahnhöfen, LKW Registration bei Einfahrt oder für die Datenerfassung an Mautstationen.
Semi passive tags sind relativ unempfindlich gegen störende Einflüsse wie Signal reflektierende und absorbierende Materialien.

– Aktiv

Aktive RFID-Transponder nutzen ihre Energiequelle sowohl für die Versorgung des Mikrochips als auch für das Erzeugen des modulierten Rücksignals. Die eingebaute Elektronik macht die Tags aufwendiger in der Herstellung, allerdings ermöglichen diese auch die Integration von Umwelt Sensoren. Die Tags sind sehr geeignet für Überwachungsaufgaben von Menschen und Gegenständen. Anwendungsbeispiele sind die Lokalisierung von Personen und Gegenständen, Diebstahlschutz oder die Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung von Warensendungen.

Die nachstehende grafische Darstellung zeigt in welcher Bandbreite die RFID Technik angesiedelt ist.

RFID Technik